Britzer Bürger wehren sich gegen Neofaschisten

Aktion am 20. Dezember wird von großem Bündnis getragen

Aufruf des Bündnisses

Die Menschen in Britz haben genug von den Neofaschisten in ihrem Kiez. Nachdem es immer mehr Übergriffe gab – von faschistische Aufklebern und Schmierereien, über Drohanrufe bis zu Gewalttaten und Brandanschlägen, will dem nun ein breites Bündnis entgegentreten.

Das im November 2012 gegründete „Aktionsbündnis Britz gegen Neonazis“ kündigt schon im Namen an, dass es nicht bei Erklärungen und Reden bleiben soll. Die Britzer Bürger wollen sich aktiv wehren gegen die Neofschisten in ihrem Stadtteil.

Die vielen Aktionen einzelner Gruppen und Organisationen für Demokratie und Toleranz, gegen Faschismus, Rassismus und Gewalt sollen in Zukunft besser koordiniert und gebündelt werden.

Am 20. Dezember 2012 organisiert das Aktionsbündnis eine Menschen-Lichter-Kette mit dem Motto: „Britz und die Hufeisensiedlung sind bunt – aber nicht braun!“ Es soll ein symbolischer Kreis gebildet werden, rund um die als UNESCO-Weltkulturerbe bekannte ehemalige Arbeitersiedlung. Beteiligt sind neben den AnwohnerInnen der Großsiedlungen in Britz, die Neuköllner Falken die Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften. Unterstützt wird das Bündnis durch die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr). In die Menschen-Lichter-Kette werden sich auch Prominente einreihen.